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Zusatzumsatz

Weniger Provision an Lieferando, Uber Eats und Wolt: mehr direkte Bestellungen über deine eigene Website

Jede Bestellung, die über Lieferando, Uber Eats oder Wolt reinkommt, kostet dich oft zwischen 15 und 30 Prozent Provision. Für ein Restaurant, das einen großen Teil seines Abhol- und Lieferumsatzes über solche Plattformen macht, summiert sich das schnell zu einem stattlichen Teil der Marge, der dauerhaft an einen Anbieter abfließt, mit dem du selbst keine Beziehung zu deinem Gast aufbaust. Mehr Bestellungen direkt über deine eigene Website zu bekommen, ist deshalb eine der konkretesten Möglichkeiten, deine Marge zu verbessern, ohne dass du dafür einen einzigen Gast mehr brauchst.

Warum Lieferplattformen trotzdem wertvoll bleiben

Lieferplattformen sind kein Feind: Sie sorgen für zusätzliche Sichtbarkeit bei Menschen, die dein Restaurant noch nicht kennen, und fangen Bestellungen genau in dem Moment ab, in dem dein eigener Kanal noch unbekannt ist. Das Problem entsteht erst, wenn jede Bestellung, auch die von Stammgästen, die dich längst kennen, weiterhin über die Plattform läuft. Dann zahlst du Provision auf Umsatz, den du mit ein bisschen Aufwand auch direkt hättest holen können.

Was Provision dich wirklich kostet

Bei einer durchschnittlichen Bestellung von 30 Euro und 20 Prozent Provision bleiben dir 24 Euro, bevor die Kosten für Zutaten, Personal und Verpackung überhaupt abgezogen sind. Über deine eigene Website zahlst du meist nur einen kleinen Festbetrag oder einen niedrigen Prozentsatz für das Bestellmodul selbst. Verschiebst du hundert Bestellungen im Monat von der Plattform zu deiner eigenen Seite, läppert sich der Unterschied schnell zu mehreren hundert Euro zusätzlicher Marge zusammen, ohne dass du auch nur einen Preis änderst.

Plattform für Sichtbarkeit, eigene Website für Stammgäste

Die praktikabelste Strategie lautet nicht „Lieferplattformen abschaffen“, sondern sie genau dafür zu nutzen, worin sie gut sind: neue Gäste erreichen. Sobald jemand zum ersten Mal bei dir bestellt hat, ist es die Aufgabe deiner Website, diesen Gast beim nächsten Mal direkt bestellen zu lassen.

So verschiebst du Bestellungen auf deine eigene Seite

  1. Bring ein eigenes Bestellmodul online. Ohne eigenes Online-Bestellsystem auf deiner Website hat ein Gast keine Alternative zur Plattform, egal wie gern er direkt bestellen würde.
  2. Mach den Kanal an jedem Kontaktpunkt sichtbar. Eine Karte in der Lieferbox, ein Aufkleber auf der Verpackung oder eine Zeile auf dem Kassenbon mit deinem eigenen Bestelllink oder QR-Code funktioniert viel besser als ein versteckter Link auf deiner Startseite.
  3. Biete einen konkreten Vorteil für die direkte Bestellung. Genau wie bei weniger OTA-Provision bei Hotelbuchungen überzeugt ein kleiner Rabatt, ein Gratisgetränk oder eine Beilage einen Gast schneller davon, beim nächsten Mal deine eigene Seite zu nutzen.
  4. Bau Vertrauen auf deiner eigenen Bestellseite auf. Bewertungen auf deiner Website und klare Fotos deiner Gerichte geben einem Gast genauso viel Sicherheit wie die Sternebewertung auf der Plattform.
  5. Bleib nach der ersten Bestellung in Kontakt. Frag bei einer direkten Bestellung die E-Mail-Adresse ab und richte ein kurzes Follow-up über E-Mail-Marketing ein, damit die zweite Bestellung nicht mehr über die Plattform laufen muss.

Bleib auch auf den Lieferplattformen selbst aktiv

Solange Plattformen dir einen Teil deiner neuen Gäste bringen, lohnt es sich, dein Profil dort aktuell zu halten: korrekte Öffnungszeiten, scharfe Fotos und schnelle Antworten auf Bewertungen. Ein schlecht gepflegtes Plattformprofil kostet dich Sichtbarkeit auf genau dem Kanal, für den du bereits Provision zahlst.

Lieferplattformen und deine eigene Website müssen keine Konkurrenten sein. Nutze die Plattform, um neue Gäste zu erreichen, und deine eigene Seite für alle, die schon einmal bei dir bestellt haben. So sinkt deine durchschnittliche Provision pro Bestellung, ohne dass du an Sichtbarkeit verlierst.

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